Das „gaming-pc selber bauen“ ist der sicherste Weg, ein System zu schaffen, das all deine persönlichen Gaming-Bedürfnisse erfüllt. Während fertige Computer oft Kompromisse erfordern, ermöglicht dir der eigene Zusammenbau volle Kontrolle über jedes Detail deiner Gaming-Maschine.
Je nach deinem Budget und deinen Anforderungen kannst du verschiedene Wege beim „gaming pc selber zusammenstellen“ gehen. Für Einsteiger bietet sich eine günstigere Variante für etwa 600 Euro an, während Enthusiasten mit circa 1.500 Euro rechnen sollten. Besonders leistungsstarke High-End-Systeme, die 4K-Gaming mit 3.840 × 2.160 Pixeln ermöglichen, beginnen bei etwa 2.000 Euro. Das Beste daran: Einzelne Komponenten kannst du später jederzeit upgraden.
Die Wahl der richtigen CPU ist beim Bau deines Gaming-PCs besonders wichtig. Eine Prozessor mit hoher Turbo-Taktfrequenz sorgt für bessere Single-Thread-Leistung und damit für mehr FPS in anspruchsvollen Spielen. Außerdem sind moderne GPUs wie die Intel® Arc™ B-Prozessorreihe in der Lage, fortschrittliche Rendering-Techniken wie Raytracing durchzuführen.
In diesem umfassenden Guide erfährst du Schritt für Schritt, was du beim „gaming-pc selber bauen“ beachten musst und welche Komponenten du benötigst. Wir begleiten dich durch den gesamten Prozess – von der Auswahl der richtigen Teile bis zum ersten Systemstart.
Werkzeuge und Vorbereitung
Eine gründliche Vorbereitung ist der Grundstein für ein erfolgreiches „gaming-pc selber bauen“ Projekt. Mit der richtigen Arbeitsumgebung und den passenden Werkzeugen machst du den Zusammenbau nicht nur einfacher, sondern vermeidest auch mögliche Schäden an deinen wertvollen Komponenten.
Arbeitsplatz richtig einrichten
Bevor du mit dem „gaming pc selber zusammen bauen“ beginnst, brauchst du einen geeigneten Arbeitsplatz. Wähle eine große, saubere und nicht leitende Oberfläche wie einen Holztisch. Teppichböden sind ungeeignet, da sie statische Elektrizität erzeugen können, die empfindliche Komponenten beschädigt.
Achte darauf, dass dein Arbeitsbereich gut beleuchtet und ausreichend groß ist, damit du alle Komponenten übersichtlich anordnen kannst. Eine Sammelschale für Schrauben und Kleinteile verhindert, dass diese während der Arbeit verloren gehen.
Halte außerdem die Bedienungsanleitungen deiner Komponenten griffbereit. Vor allem das Handbuch des Mainboards und Gehäuses enthalten wichtige Informationen, die du während des Zusammenbaus benötigst.
Wichtige Werkzeuge für den Zusammenbau
Zum „gaming-pc selber bauen was braucht man“ tatsächlich nicht viel. Diese Grundausstattung reicht für den erfolgreichen Zusammenbau:
- Schraubenzieher: Ein magnetischer Kreuzschlitzschraubendreher (PH2) ist das wichtigste Werkzeug. Der Magnet verhindert, dass Schrauben ins Gehäuse fallen und beschädigt keine Komponenten.
- Kabelbinder und Schere: Für ein sauberes Kabelmanagement, das den Luftstrom verbessert und das Innere aufgeräumt hält.
- Antistatische Maßnahmen: Ein ESD-Armband oder regelmäßiges Berühren einer unlackierten Metalloberfläche schützt deine Komponenten vor statischen Entladungen.
- Wärmeleitpaste: Falls dein CPU-Kühler keine vorinstallierte Paste hat, benötigst du diese für optimalen Wärmetransfer.
- Druckluft: Hilfreich, um Staub oder feinen Schmutz von Schnittstellen zu entfernen.
- USB-Stick (mind. 8 GB): Wird später für die Betriebssysteminstallation benötigt.
Zusätzlich kann ein Schrauben-Set hilfreich sein, das alle gängigen Schraubentypen für PC-Komponenten enthält.
Sicherer Umgang mit empfindlichen Komponenten
Beim „gaming-pc selber bauen anleitung“ wird oft unterschätzt, wie empfindlich moderne Hardware ist. Befolge daher diese Sicherheitshinweise:
Zunächst ist es wichtig, dich vor jedem Kontakt mit internen Komponenten zu erden. Berühre regelmäßig eine unlackierte Metalloberfläche, um statische Aufladungen abzuleiten. Alternativ kannst du ein Antistatik-Armband verwenden, das dich kontinuierlich erdet.
Halte die CPU nur an den Rändern – berühre niemals die Pins an der Unterseite oder die Oberseite des Chips, da deine Finger sie mit Staub oder Öl verunreinigen können. Bei allen Komponenten gilt: Fasse sie nur an den Kanten oder Montagehalterungen an, nicht an Kontakten oder Platinen.
Darüber hinaus solltest du bei der Handhabung von Lüftern und scharfkantigen Komponenten vorsichtig sein, um Schnitte oder Abschürfungen zu vermeiden. Manche Bastler verwenden sogar spezielle Handschuhe wie KinetiXx x-Senso, die Fingerfertigkeit bieten und gleichzeitig vor Schnitten und ESD schützen.
Denke daran, dass dein Zusammenbau wie LEGO-Bauen sein sollte – wenn du die Komponenten kennst und vorsichtig vorgehst, ergibt alles Sinn. Mit der richtigen Vorbereitung vermeidest du teure Fehler und machst das „gaming-pc selber bauen kosten“ zu einer lohnenswerten Investition.
Die wichtigsten Komponenten im Überblick
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Beim Gaming-PC sind die verbauten Komponenten ausschlaggebend für dein Spielerlebnis. Die richtige Balance zwischen Leistung und Budget zu finden, ist besonders in 2026 eine Herausforderung. Hier erfährst du, worauf du beim Zusammenstellen deiner Hardware achten solltest.
Prozessor (CPU)
Das „Gehirn“ deines Gaming-Systems bestimmt maßgeblich, wie schnell dein PC arbeitet. Aktuelle Empfehlungen für 2026 umfassen den AMD Ryzen 5 8400F für günstigere Builds (ca. 680€), den Ryzen 5 9600X für Full-HD-Gaming (ca. 990€) und den leistungsstarken Ryzen 7 9800X3D für WQHD und 4K-Gaming. Bei Intel sind der Core i5-14400F und Core Ultra 9 beliebte Optionen.
Besonders hervorzuheben ist der Ryzen 7 7800X3D mit seinem 96 MB großen 3D V-Cache, der in Spielen für merklich bessere Performance sorgt.
oder gleich den AMD Ryzen 9 9900X
(Radeon Grafik intergrierte, 12 Kerne/24 Threads, 120W TDP, AM5 Sockel, 76MB Cache, Bis zu 5.6 GHz max Boost Frequenz, Kein Kühler)
Grafikkarte (GPU)
Die wichtigste Komponente für Gaming-Performance erlebt 2026 durch die Speicherkrise erhebliche Preissteigerungen. Aktuelle Modelle wie dieNvidia GeForce RTX 5070(ab 365€),RTX 5080(ca. 1.400€) undRTX 5090(ca. 2.500€) bieten unterschiedliche Leistungsstufen.
Bei AMD sind dieRadeon RX 9060 XT,RX 9070(ca. 600€) undRX 9070 XT(ca. 660€) empfehlenswerte Alternativen. Die Modelle unterscheiden sich hauptsächlich durch die Menge an Videospeicher und Raytracing-Performance.
Mainboard
Die Hauptplatine verbindet alle Komponenten und bestimmt, welche Hardware du überhaupt verwenden kannst. Achte besonders auf den passenden CPU-Sockel – Intel nutzt aktuell LGA1700/1851, AMD hingegen AM5.
Wichtig ist außerdem der Chipsatz: High-End-Varianten (Z790, X870) ermöglichen Übertaktung und bieten mehr Anschlüsse als Budget-Modelle (B760, B650). Der Formfaktor (ATX, Micro-ATX, Mini-ITX) sollte zu deinem Gehäuse passen.
Arbeitsspeicher (RAM)
2026 sollten beim „gaming-pc selber bauen“ mindestens 32 GB RAM eingeplant werden, für zukunftssichere Systeme sogar 64 GB. Durch die aktuelle Speicherkrise sind die Preise allerdings stark gestiegen.
Achte auf die Geschwindigkeit: Für DDR4-Speicher sind 3200 MHz, für DDR5 mindestens 5600 MHz empfehlenswert. Ideal sind zwei baugleiche Module desselben Herstellers für optimale Systemstabilität.
Crucial DDR5 RAM 64GB Kit (2x32GB)
5600MHz SODIMM, Arbeitsspeicher für Laptop/Notebook, Mini PC (auch 5200MHz / 4800MHz)
Datenspeicher (SSD/HDD)
Moderne Gaming-PCs setzen primär auf schnelle SSDs. Der Unterschied zu herkömmlichen Festplatten ist enorm: Während HDDs Ladezeiten von über einer Minute haben können, reduzieren NVMe-SSDs diese auf wenige Sekunden.
PCIe 4.0 SSDs mit Lesegeschwindigkeiten von bis zu 7.000 MB/s sind für Gaming völlig ausreichend. Für deine Spielebibliothek empfehlen sich mindestens 1-2 TB Speicherplatz.
Netzteil
Diese oft unterschätzte Komponente versorgt deinen PC zuverlässig mit Strom. Für Gaming-PCs mit Mittelklasse-Grafikkarten sollten 500 bis 650 Watt eingeplant werden, bei anspruchsvollen Setups 750 bis 850 Watt.
Eine RTX 5080 zieht unter Last zwischen 300 und 400 Watt und benötigt in der Regel ein 850-Watt-Netzteil. Für die RTX 5070 Ti mit etwa 250 bis 310 Watt reicht meist ein 750-Watt-Modell. Bei der Effizienz solltest du auf mindestens 80 PLUS Gold achten.
Kühlungssystem
Eine effektive Kühlung verhindert Leistungseinbußen durch Überhitzung. Für die CPU stehen Luftkühler oder All-in-One-Wasserkühlungen zur Wahl.
Die Wasserkühlung bietet bessere Kühlleistung und nimmt weniger Platz im Gehäuse ein. Neben der CPU-Kühlung ist auch ein guter Luftstrom im Gehäuse wichtig – achte auf die richtige Platzierung und Ausrichtung der Gehäuselüfter.
Gehäuse
Das PC-Gehäuse schützt nicht nur deine Hardware, sondern beeinflusst auch die Kühlung und Erweiterungsmöglichkeiten. Gaming-Gehäuse bieten Platz für große Grafikkarten und Kühlsysteme, oft mit RGB-Beleuchtung und durchdachten Belüftungssystemen.
Wichtige Faktoren bei der Auswahl sind der unterstützte Mainboard-Formfaktor (ATX, Micro-ATX, Mini-ITX), ausreichend Platz für alle Komponenten und ein gutes Kabelmanagement.
Gaming-PC selber bauen: Schritt-für-Schritt Anleitung

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Jetzt kommt der spannendste Teil des Projekts – der eigentliche Zusammenbau deines Gaming-PCs. Mit etwas Geduld und der richtigen Reihenfolge verwandelst du den Haufen Einzelteile in ein leistungsstarkes Gaming-System.
CPU und Kühler installieren
Zunächst musst du den Prozessor vorsichtig einsetzen. Öffne den Verriegelungshebel am CPU-Sockel deines Mainboards und klappe ihn zur Seite. Bei vielen Intel-Mainboards hebt sich automatisch eine Metallabdeckung über dem Sockel.
Die CPU hat eine Markierung (meist ein kleines Dreieck in einer Ecke), die mit der entsprechenden Markierung am Sockel übereinstimmen muss. Halte den Prozessor ausschließlich an den Rändern – berühre niemals die goldenen Kontakte oder Pins. Setze die CPU behutsam ein, ohne Druck auszuüben. Bei korrekter Ausrichtung gleitet sie von selbst in den Sockel. Anschließend schließt du den Hebel wieder.
Für den CPU-Kühler trägst du einen erbsengroßen Klecks Wärmeleitpaste mittig auf die CPU auf. Zu viel Paste kann über den Rand fließen und Schäden verursachen. Positioniere den Kühler und befestige ihn entsprechend dem Montagesystem – bei Schraubsystemen ziehst du die Schrauben diagonal und schrittweise fest.
RAM und SSD einsetzen
Der Einbau des Arbeitsspeichers ist erfreulicherweise unkompliziert. Öffne die Verriegelungen der RAM-Slots und richte die Kerbe am Speichermodul mit dem Vorsprung im Slot aus. Drücke die Module mit etwa 30 Pfund Kraft gerade nach unten, bis sie hörbar einrasten.
Bei M.2-SSDs entfernst du zunächst die Befestigungsschraube am M.2-Steckplatz. Stecke die SSD in einem etwa 30-Grad-Winkel ein, drücke sie nach unten und fixiere sie mit der Schraube. Für SATA-SSDs brauchst du lediglich einen freien Einschub im Gehäuse, in den du die SSD einschiebst und festschraubst.
Netzteil und Mainboard montieren
Setze zunächst die I/O-Blende in die rechteckige Öffnung des Gehäuses ein. Platziere dann das Mainboard so, dass die Anschlüsse durch diese Öffnung passen, und befestige es mit den mitgelieferten Schrauben. Achte darauf, diese nicht zu fest anzuziehen, um Risse zu vermeiden.
Für das Netzteil löst du die Halterung, befestigst sie am Netzteil und schiebst beides ins Gehäuse, bis es bündig abschließt. Achte auf die richtige Ausrichtung des Lüfters – bei Staubfiltern am Boden sollte er nach unten zeigen.
Grafikkarte einbauen
Für die Grafikkarte suchst du den PCIe-x16-Steckplatz (meist der oberste und längste). Entferne die entsprechenden Slotblenden an der Gehäuserückseite. Drücke den Einrastverschluss am PCIe-Slot nach unten und setze die Karte vorsichtig ein, bis sie einrastet. Anschließend befestigst du sie mit Schrauben am Gehäuse und verbindest die benötigten Stromkabel mit dem Netzteil.
Verkabelung und Kabelmanagement
Schließlich müssen alle Komponenten miteinander verbunden werden. Verbinde zunächst den 24-Pin-Stecker mit dem Mainboard und den 8-Pin-CPU-Stromstecker mit dem entsprechenden Anschluss nahe der CPU. Danach schließt du die SATA-Kabel für Laufwerke sowie alle Gehäuselüfter an.
Für ein ordentliches Kabelmanagement führst du überschüssige Kabellängen hinter die Mainboard-Tray und bündelst sie mit Kabelbindern. Dies verbessert nicht nur die Optik, sondern auch den Luftstrom im Gehäuse, was zu besserer Kühlung und letztlich mehr Gaming-Leistung führt.
Systemstart und Betriebssysteminstallation
Nach dem Zusammenbau deiner Hardware ist der nächste kritische Schritt die Inbetriebnahme und das Einrichten des Betriebssystems. Dieser Prozess entscheidet, ob dein „gaming-pc selber bauen“-Projekt erfolgreich war.
Testlauf vor dem Einbau ins Gehäuse
Ein Testlauf außerhalb des Gehäuses erspart dir möglicherweise viel Ärger. Schließe zunächst Mainboard, CPU mit Kühler, RAM und Grafikkarte an das Netzteil an. Verbinde außerdem einen Bildschirm mit der Grafikkarte sowie Tastatur und Maus.
Um das Mainboard zu starten, überbrücke die Pins für den Einschalter (meist als „PWR_ON“ gekennzeichnet) kurz mit einem Schraubendreher. Achte auf Lebenszeichen wie aufblinkende LEDs oder Pieptöne. Manche Mainboards haben eine POST-Code-Anzeige, die bei Problemen hilft.
BIOS aufrufen und Einstellungen prüfen
Zum Aufruf des BIOS musst du während des Startvorgangs eine bestimmte Taste drücken – häufig [Entf], F2 oder F1, je nach Mainboard-Hersteller. Für MSI-Mainboards beispielsweise ist es die [Entf]-Taste, bei ASUS [Entf] oder F2.
Im BIOS solltest du zunächst folgende Einstellungen überprüfen:
- DRAM-Profile aktivieren: Aktiviere XMP/EXPO/D.O.C.P. für optimale RAM-Performance
- Resize BAR/SAM aktivieren: Diese Technologie verbessert die Gaming-Leistung, indem sie dem Prozessor vollen Zugriff auf den Grafikspeicher ermöglicht
- Boot-Reihenfolge anpassen: Setze deinen Installations-USB-Stick als erstes Startgerät
Speichere deine Einstellungen mit „Save and Exit“, damit der PC neu startet.
Windows oder Linux installieren
Für die Installation benötigst du einen bootfähigen USB-Stick (mindestens 8 GB), den du vorab mit dem Windows Media Creation Tool oder einem Linux-Installer vorbereitet hast.
Bei der Windows-Installation wählst du zunächst Sprache, Zeitzone und Tastaturlayout. Anschließend klickst du auf „Installieren“ und gibst deinen Lizenzschlüssel ein. Wähle „Benutzerdefiniert: Nur Windows installieren“ und den richtigen Datenträger für die Installation.
Linux gewinnt als Gaming-Plattform zunehmend an Bedeutung. Besonders Steam Deck hat die Kompatibilität deutlich verbessert. Für Gaming-PCs eignen sich Distributionen wie ChimeraOS oder Bazzite besonders gut.
Nach der Installation führt dich ein Assistent durch die Grundeinrichtung. Dabei ist wichtig, dass du alle notwendigen Treiber installierst, um die volle Leistung deines beim „gaming pc selber zusammenstellen“ erstellten Systems zu nutzen.
Fehler vermeiden und Tipps für Einsteiger
Selbst erfahrene PC-Bastler stolpern gelegentlich über typische Hindernisse beim Zusammenbau. Um dein „gaming-pc selber bauen“ Projekt erfolgreich abzuschließen, hilft es, die häufigsten Fehlerquellen zu kennen und darauf vorbereitet zu sein.
Häufige Anfängerfehler beim PC-Bau
Die I/O-Blende vergessen – fast jeder hat diesen Fehler schon einmal gemacht und musste anschließend das gesamte Mainboard wieder ausbauen. Baue diese Blende deshalb als allererstes ein, bevor du andere Komponenten installierst.
Ein unzureichendes Netzteil kann zu Systemabstürzen führen und hat möglicherweise nicht genügend Anschlusskabel für alle Komponenten. Unterschätze daher nicht die Wattzahl, die dein System benötigt, da dies auch die spätere Aufrüstbarkeit beeinträchtigen kann.
Weitere klassische Fehler sind die falsche Ausrichtung der Lüfter, wodurch die Luft in die falsche Richtung strömt, sowie das Vergessen der Wärmeleitpaste oder der Schutzfolie auf dem CPU-Kühler. Achte außerdem darauf, den Monitor an die Grafikkarte anzuschließen – nicht an das Mainboard.
Kompatibilitätsprobleme erkennen
Beim „gaming pc selber zusammenstellen“ ist die Kompatibilität aller Komponenten entscheidend. Prüfe unbedingt, ob CPU und Mainboard den gleichen Sockel verwenden – aktuell AM5 bei AMD (unterstützt bis 2027) und Sockel 1851 bei Intel.
Achte beim Arbeitsspeicher darauf, dass er zum Mainboard passt (DDR4 oder DDR5) und die unterstützte Frequenz nicht überschreitet. Bei DDR5-Systemen kannst du aktuell keine unterschiedlichen Kapazitäten mischen.
Nutze Tools wie PCPartPicker oder spezielle PC-Konfiguratoren, um Kompatibilitätsprobleme vor dem Kauf zu erkennen. Für Windows 11 gibt es zusätzliche Hardware-Anforderungen wie TPM 2.0 und UEFI-Firmware, die du mit Tools wie WhyNotWin11 prüfen kannst.
Checkliste für den finalen Systemtest
Führe nach dem Zusammenbau zunächst einen Testlauf außerhalb des Gehäuses durch. Überprüfe anschließend alle Verbindungen nochmals, bevor du das System einschaltest.
Im BIOS solltest du sicherstellen, dass der RAM im Dual-Channel-Modus mit maximaler Geschwindigkeit läuft. Kontrolliere außerdem die CPU-Temperatur – sie sollte im BIOS unter 60°C liegen.
Für einen umfassenden Stabilitätstest empfehlen sich Programme wie HWiNFO64 für die Temperaturüberwachung sowie Benchmark-Tools wie Cinebench oder 3DMark. Führe zudem einen Funktionstest aller Anschlüsse durch, um sicherzustellen, dass alles korrekt funktioniert.
Wer nicht selber bauen will holt sich den
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Fazit
Das Zusammenbauen eines eigenen Gaming-PCs mag zunächst einschüchternd wirken, jedoch lohnt sich der Aufwand in mehrfacher Hinsicht. Durch sorgfältige Komponentenauswahl und geduldigen Zusammenbau erschaffst du ein System, das perfekt auf deine individuellen Anforderungen zugeschnitten ist. Gleichzeitig sparst du Geld und gewinnst wertvolles Wissen über die Funktionsweise deines Rechners.
Die Vorteile deines selbst gebauten Systems wirst du sofort bemerken. Spiele laufen flüssiger, Ladezeiten verkürzen sich drastisch, und du kannst dein Setup jederzeit nach Bedarf aufrüsten. Besonders wichtig bleibt dabei die richtige Balance zwischen Prozessor und Grafikkarte – diese beiden Komponenten bestimmen maßgeblich dein Spielerlebnis.
Falls du während des Zusammenbaus auf Probleme stößt, verzweifle nicht. Nahezu jedes Problem wurde bereits von anderen Bastlern gelöst und dokumentiert. Online-Communities bieten wertvolle Unterstützung bei Fragen oder unerwarteten Hürden.
Denke daran, dass dein erster selbstgebauter PC wahrscheinlich nicht dein letzter sein wird. Mit jeder Aufrüstung und jedem neuen Zusammenbau wächst deine Erfahrung. So wirst du künftig noch besser einschätzen können, welche Komponenten für deine Bedürfnisse am besten geeignet sind.
Letztendlich bietet dir das „gaming-pc selber bauen“ nicht nur ein leistungsstärkeres System zu einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis – es vermittelt auch ein tieferes Verständnis deiner Hardware und ein unvergleichliches Gefühl der Zufriedenheit, wenn du zum ersten Mal dein selbst erschaffenes System hochfährst und deine Lieblingsspiele darauf genießt.
FAQs
Q1. Welche Komponenten sind für einen Einsteiger-Gaming-PC empfehlenswert? Für Einsteiger empfiehlt sich ein System mit einem AMD Ryzen 5 oder Intel i5 Prozessor, 16 GB RAM und einer Grafikkarte wie der Nvidia GTX 1660 Super. Achten Sie auch auf eine SSD mit mindestens 500 GB Speicherplatz für schnelle Ladezeiten.
Q2. Wie viel sollte man für einen guten Gaming-PC einplanen? Die Kosten für einen Gaming-PC variieren stark je nach Leistungsanforderungen. Ein solider Einsteiger-PC ist ab etwa 800€ möglich, während High-End-Systeme für 4K-Gaming bei 2000€ oder mehr beginnen können. Bedenken Sie, dass Sie einzelne Komponenten später aufrüsten können.
Q3. Welche Werkzeuge benötigt man zum Zusammenbau eines Gaming-PCs? Die wichtigsten Werkzeuge sind ein magnetischer Kreuzschlitzschraubendreher, Kabelbinder, ein antistatisches Armband und eventuell Wärmeleitpaste. Ein USB-Stick (mind. 8 GB) wird für die Betriebssysteminstallation benötigt. Die meisten benötigten Schrauben werden mit den Komponenten geliefert.
Q4. In welcher Reihenfolge sollte man einen Gaming-PC zusammenbauen? Beginnen Sie mit der Installation der CPU und des RAM auf dem Mainboard. Dann folgen CPU-Kühler und M.2-SSD. Bauen Sie das Mainboard ins Gehäuse ein, gefolgt von Netzteil, Grafikkarte und weiteren Speicherlaufwerken. Zuletzt kommen Verkabelung und Kabelmanagement.
Q5. Worauf sollte man beim ersten Start des selbstgebauten PCs achten? Führen Sie zunächst einen Testlauf außerhalb des Gehäuses durch. Im BIOS überprüfen Sie wichtige Einstellungen wie RAM-Geschwindigkeit und CPU-Temperatur. Aktivieren Sie XMP/DOCP für optimale RAM-Leistung und passen Sie die Boot-Reihenfolge an. Nach der Betriebssysteminstallation ist die Installation aller notwendigen Treiber wichtig.
